Ratgeber · Karriere · Stand 25.10.2026

OTA Gehalt: Was Operationstechnische Assistenten nach TVöD verdienen

Operationstechnische Assistenten (OTA) im öffentlichen Dienst starten nach dem TVöD Pflege meist in Entgeltgruppe P 7, Stufe 2, mit 3.510 Euro brutto im Monat (Tabelle ab 1. Mai 2026). Bei besonders schwieriger Tätigkeit ist P 8 möglich, dort beginnt die Tabelle bei 3.701 Euro. Dazu kommen Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag sowie eine Jahressonderzahlung.

Wie hoch ist das OTA Gehalt im öffentlichen Dienst?

In kommunalen Kliniken und Universitätskliniken richtet sich das Gehalt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, für Pflegeberufe gilt die eigene Entgelttabelle TVöD-P. Operationstechnische Assistenten mit abgeschlossener Ausbildung werden in der Regel in Entgeltgruppe P 7 eingruppiert. Die Einstellung erfolgt grundsätzlich in Stufe 2, Stufe 1 ist in den Gruppen P 7 und P 8 nicht besetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die Monatsbruttowerte bei Vollzeit für die Zeit ab dem 1. Mai 2026. Die Werte sind gerundet und gelten für Tarifbeschäftigte mit Tarifbindung des Arbeitgebers.

StufeP 7 (Euro brutto)P 8 (Euro brutto)Voraussetzung
23.5103.701Einstellung
33.7013.8633 Jahre in Stufe 2
43.9984.0763 Jahre in Stufe 3
54.1504.2484 Jahre in Stufe 4
64.3054.4895 Jahre in Stufe 5

Wer die Ausbildung gerade beendet hat, beginnt also bei rund 3.500 Euro. Die Stufenlaufzeiten ab Stufe 3 summieren sich auf zwölf Jahre bis zur Endstufe, hinzu kommt die Zeit in Stufe 2.

P 7 oder P 8: Wovon hängt die Eingruppierung ab?

Die Eingruppierung richtet sich nach der Tätigkeit, nicht nach dem Berufsabschluss allein. Die Entgeltordnung für Pflegeberufe sieht für Beschäftigte mit einer dreijährigen Ausbildung die Gruppe P 7 vor. P 8 setzt voraus, dass die Tätigkeit sich durch besondere Schwierigkeit oder Verantwortung deutlich heraushebt. Typische Beispiele aus der Praxis sind Spezialbereiche wie Intensivpflege, Psychiatrie oder OP-Pflege mit besonderen Anforderungen.

Ob eine OTA in P 7 oder P 8 eingruppiert wird, entscheidet der Arbeitgeber anhand der Stellenbeschreibung. Die Praxis ist von Haus zu Haus verschieden. Fragen Sie deshalb im Bewerbungsgespräch nach der konkreten Entgeltgruppe und lassen Sie sich die Eingruppierung im Arbeitsvertrag nennen. Bei Zweifeln hilft der Personalrat oder die Gewerkschaft.

Welche Zuschläge und Zulagen kommen dazu?

Das Tabellenentgelt ist nur ein Teil des Einkommens. OTA arbeiten häufig in Früh- und Spätdiensten, im Bereitschaftsdienst und bei Notfalloperationen in der Nacht. Der TVöD gleicht das mit Zeitzuschlägen aus.

  • Sonntagsarbeit: 25 Prozent je Stunde
  • Feiertagsarbeit: 35 Prozent mit Freizeitausgleich, 135 Prozent ohne Freizeitausgleich
  • Nachtarbeit: 20 Prozent je Stunde
  • Wechselschicht- und Schichtzulage: monatliche Pauschale, wenn der Dienstplan die tariflichen Voraussetzungen erfüllt
  • Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst: gesonderte Vergütung nach den Regeln des Tarifvertrags

Die Zeitzuschläge werden nach dem Stundenanteil der Stufe 3 der jeweiligen Entgeltgruppe berechnet. Treffen mehrere Zuschläge zusammen, wird in der Regel nur der höchste gezahlt. Hinzu kommt die Jahressonderzahlung, die im November ausgezahlt wird und bei den Pflegeentgeltgruppen rund 90 Prozent eines Monatsentgelts beträgt. Genaue Beträge hängen von Ihrem Dienstplan ab.

Wie unterscheidet sich das Gehalt bei privaten und kirchlichen Trägern?

Nicht alle Kliniken wenden den TVöD an. Private Klinikträger haben häufig eigene Haustarife oder vereinbaren das Gehalt einzeln. Kirchliche Träger zahlen meist nach den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) von Caritas oder Diakonie. Die Spannen sind deshalb groß, und eine pauschale Zahl für alle privaten Häuser gibt es nicht.

Als Anhaltspunkt: Das Faktenblatt der Caritas-Dienstgeber nennt für P 8 nach AVR im Bereich Ost 2026 Werte zwischen rund 3.690 und 4.476 Euro, zuzüglich einer Zulage. Das liegt nahe an der TVöD-Tabelle. Bei privaten Trägern lohnt der Blick in den Arbeitsvertrag: Entscheidend sind neben dem Grundgehalt die Wochenarbeitszeit, Zuschläge, betriebliche Altersvorsorge und Sonderzahlungen.

In ambulanten Operationszentren und chirurgischen Praxen arbeiten OTA ebenfalls, dort gilt nur bei Tarifbindung ein Tarifvertrag. Sonst ist die Vergütung Verhandlungssache.

Was verdienen Auszubildende in der OTA-Ausbildung?

Die Ausbildung zur OTA dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Die Vergütung hängt vom Träger ab. In Häusern mit Tarifbindung orientiert sie sich am Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes in Pflegeberufen. Nach dem Tarifvertrag für Auszubildende in Pflegeberufen (TVAöD Pflege) betragen die Sätze ab 1. Mai 2026 rund 1.491 Euro im ersten, 1.552 Euro im zweiten und 1.653 Euro im dritten Ausbildungsjahr brutto im Monat. Andere Träger zahlen teils weniger. Verbindlich ist immer der Ausbildungsvertrag.

Nach bestandener Prüfung wechseln Sie in die Tabelle TVöD-P. Viele Ausbildungsbetriebe bieten eine Übernahme an. Fragen Sie danach schon im dritten Ausbildungsjahr, damit Eingruppierung und Stufe vor Beginn geklärt sind.

Was bedeutet das brutto im Jahr?

Für die Planung zählt oft das Jahreseinkommen. Ein Beispiel für eine Vollzeitkraft in P 7, Stufe 2: Das Tabellenentgelt von 3.510 Euro ergibt über zwölf Monate rund 42.120 Euro. Dazu kommt die Jahressonderzahlung von etwa 90 Prozent eines Monatsentgelts, also rund 3.160 Euro. Das ergibt grob 45.300 Euro brutto im Jahr, noch ohne Zuschläge und Zulagen. In Stufe 6 sind es entsprechend rund 55.500 Euro.

Wichtig für den Vergleich: Die Tabellenwerte gelten für Vollzeit. Bei Teilzeit wird das Entgelt anteilig gezahlt. Die tarifliche Wochenarbeitszeit unterscheidet sich je nach Tarifgebiet und Arbeitgeber. Prüfen Sie deshalb beim Vergleich zweier Angebote, wie viele Stunden hinter dem genannten Gehalt stehen. Ein höherer Betrag bei längerer Wochenarbeitszeit ist nicht automatisch das bessere Angebot.

Netto bleibt davon je nach Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Krankenkassen-Zusatzbeitrag deutlich weniger. Einen verlässlichen Wert liefert ein Brutto-Netto-Rechner mit Ihren persönlichen Daten oder eine Lohnsteuerberatung.

Wie lässt sich das Gehalt steigern?

Im Tarifsystem steigt das Gehalt vor allem mit den Stufenlaufzeiten. Darüber hinaus gibt es mehrere Wege:

  • Anerkennung früherer Berufserfahrung bei der Einstellung, etwa bei Einstieg in Stufe 3
  • Wechsel in eine Tätigkeit mit P-8-Eingruppierung, zum Beispiel in einem Spezialbereich
  • Praxisanleitung nach entsprechender Weiterbildung
  • Fachweiterbildungen und Leitungsfunktionen im OP-Bereich
  • Mehrdienste in Schicht- und Bereitschaftsdienst, soweit der Dienstplan das vorsieht

Das Gehalt ist ein Grund, aber nicht der einzige, für oder gegen einen Arbeitgeber. Arbeitsbelastung, Dienstplanverlässigkeit und Einarbeitung zählen im OP ebenso. Dieser Text ist eine allgemeine Information zur Vergütung und ersetzt keine arbeitsrechtliche Beratung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie viel verdient eine OTA im Monat?

Im öffentlichen Dienst starten OTA nach TVöD-P meist in Entgeltgruppe P 7, Stufe 2, mit 3.510 Euro brutto bei Vollzeit (Tabelle ab 1. Mai 2026). Die Endstufe liegt bei 4.305 Euro. Bei P 8 reicht die Spanne von 3.701 bis 4.489 Euro. Zuschläge kommen hinzu.

Ist die OTA in P 7 oder P 8 eingruppiert?

Meist in P 7. P 8 ist möglich, wenn die Tätigkeit sich durch besondere Schwierigkeit heraushebt. Die Entscheidung trifft der Arbeitgeber anhand der Stellenbeschreibung, deshalb sollten Sie die Gruppe vor Vertragsabschluss klären.

Verdient man als OTA in privaten Kliniken weniger?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Private Träger nutzen eigene Haustarife oder Einzelverträge, die über oder unter dem TVöD liegen können. Vergleichen Sie Grundgehalt, Arbeitszeit, Zuschläge und Sonderzahlungen.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung zur OTA?

Sie hängt vom Träger ab. Bei Tarifbindung gilt der TVAöD Pflege: ab 1. Mai 2026 rund 1.491 Euro im ersten, 1.552 Euro im zweiten und 1.653 Euro im dritten Jahr brutto im Monat. Maßgeblich ist Ihr Ausbildungsvertrag.

Bekommt man als OTA Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienste?

Ja, bei tarifgebundenen Arbeitgebern nach § 8 TVöD, zum Beispiel 25 Prozent für Sonntagsarbeit und 35 Prozent für Feiertagsarbeit mit Freizeitausgleich. Auch Wechselschicht- und Bereitschaftsdienste werden gesondert vergütet.

Quellen

Zuletzt geprüft am 25.10.2026. Rechtliche und finanzielle Angaben können sich ändern.