Werkzeug · Stand 26.10.2026

Arbeitsunfähigkeit nach Eingriff: typische Spannen

Typische Spannen der Krankschreibung nach fünf häufigen Eingriffen, getrennt nach Bürotätigkeit und körperlich schwerer Arbeit, im Verhältnis zu den 6 Wochen Entgeltfortzahlung.

Typische Spanne laut Ratgeber, Skala in Wochen etwa 1 bis 2 Wochen

Unverbindliche Orientierung, keine Zusage und kein Anspruch. Komplikationen, offene Operationen und Begleiterkrankungen verlängern die Zeiten. Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt im Einzelfall fest.

So ist die Spanne zu lesen

Es gibt keine verbindliche Dauer je Eingriff. Die Ärztin oder der Arzt schreibt Sie krank, solange Sie wegen der Operation oder ihrer Folgen nicht arbeiten können. Maßgeblich sind Schmerzen, Wundheilung, Belastbarkeit und vor allem Ihre Tätigkeit. Die Werte stammen aus dem Ratgeber Krankschreibung nach OP. Sie sind grobe Orientierungswerte aus der Praxis, nicht aus einer Leitlinie.

EingriffBürotätigkeitKörperlich schwere Arbeit
Leistenbruch (Schlüsselloch)etwa 1 bis 2 Wochenetwa 3 bis 4 Wochen oder länger
Gallenblase (Schlüsselloch)etwa 1 bis 3 Wochenetwa 3 bis 4 Wochen
Karpaltunneletwa 1 bis 3 Wochenetwa 4 bis 6 Wochen
Meniskus (Arthroskopie)etwa 1 bis 3 Wochenetwa 4 bis 8 Wochen
Krampfadernwenige Tage bis 2 Wochenetwa 1 bis 3 Wochen

Das Werkzeug stellt die gewählte Spanne auf einer Skala von 0 bis 8 Wochen dar und markiert Woche 6. Bis dahin zahlt der Arbeitgeber bei unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit das Entgelt weiter (bis zu 6 Wochen je Krankheit, § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Danach zahlt bei gesetzlich Versicherten die Krankenkasse Krankengeld: 70 Prozent des beitragspflichtigen Arbeitsentgelts, höchstens 90 Prozent des Nettoentgelts, längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit.

Privat Versicherte, Selbstständige und Minijobber haben je nach Vertrag und Wahltarif andere Ansprüche. Nach einem Arbeitsunfall läuft das Verfahren über die Durchgangsärztin oder den Durchgangsarzt, die Berufsgenossenschaft zahlt dann Verletztengeld. Für andere Eingriffe als die fünf genannten gibt das Werkzeug keine Spanne an.

Häufige Fragen zu Arbeitsunfähigkeit nach Eingriff: typische Spannen

Wie lange werde ich nach einer Leistenbruch-OP krankgeschrieben?

Bei Büroarbeit häufig etwa ein bis zwei Wochen, bei körperlich schwerer Arbeit deutlich länger. Die Dauer legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nach Verlauf und Tätigkeit fest.

Wie lange zahlt der Arbeitgeber nach einer Operation weiter?

Bis zu 6 Wochen für dieselbe Krankheit. Danach zahlt bei gesetzlich Versicherten die Krankenkasse Krankengeld.

Muss ich dem Arbeitgeber die Diagnose nennen?

Nein. Der Arbeitgeber erfährt Arbeitsunfähigkeit und voraussichtliche Dauer, nicht die Diagnose.

Wer stellt die Krankschreibung nach der Operation aus?

Bei der Entlassung kann die Klinik bis zu 7 Kalendertage bescheinigen. Ambulante Operateure stellen die Bescheinigung selbst aus. Für die Weiterbehandlung stellt in der Regel der Vertragsarzt Folgebescheinigungen aus, meist für bis zu zwei Wochen.

Quellen

Unverbindliche Orientierung auf Grundlage des Ratgebers, keine Zusage, kein Anspruch und keine ärztliche Beratung. Die Eingaben verlassen Ihren Browser nicht.

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